Sonntag, 9. Dezember 2007

Lokalpatriotismus

Das T-Mobile Radteam ist Geschichte. Bonns bekanntestes Unternehmen hat sich erklärt und möchte zukünftig nicht mehr mit den unsauberen Doping-Machenschaften in Verbindung gebracht werden. Das klingt soweit vernünftig, es bleibt jedoch die Frage, wie das frei gewordene Kapital im Werbebudget zukünftig ausgegeben wird. Die jüngsten Presse-mitteilungen lauten, man habe “ein starkes Standbein im Fußball”. Aber mal ehrlich, wie kann man diese Aussage tätigen und dann tatenlos dabei zusehen, wie der Verein am Firmenhauptsitz in den Niederungen der Oberliga Nordrhein vor sich hin dümpelt? Und wie verhält es sich mit der sozialen Kompetenz? Ein Sponsoring beim BSC wäre das “Weihnachtslicht” für Bonns Fußball-Fans und für die Leidgeplagten weitaus bedeutender als ein neuer Meistertitel der Telekom-Günstlinge aus München. Übrigens hätte meine fixe Idee noch einen angenehmen Nebeneffekt für den “rosa Riesen”. Denn wer den Bonner SC in den letzten Jahren hat spielen sehen, der würde die Kicker bei Leibe nicht mit Doping in Verbindung bringen.