Sonntag, 25. November 2007

Lieblingszitate II.


Den größten Teil meines Geldes habe ich für schöne Frauen, schnelle Autos und Alkohol ausgegeben. Den Rest habe ich sinnlos verprasst.

Samstag, 24. November 2007

Fucking österreichisch Eishockey

Dass man sich über Schiedsrichterentscheidungen trefflich streiten kann, weiß eigentlich ein Jeder.

Für den neutralen Betrachter wird es aber erst dann so richtig schön, wenn wütende Trainer von ihren Emotionen überwältigt werden.

So geschah es dann auch am Rande eines Eishockey-Spiels in Villach, wo Adler-Trainer Greg Holst den Regelverstoß des Unparteiischen wie folgt kommentiert:

http://youtube.com/watch?v=TJrWbJ4Rhd8


Mit bestem Dank an Michael V.

Mittwoch, 14. November 2007

Von Tiefgaragen und Stadionmieten

Was waren das noch für Zeiten als es bei Mitgliederversammlungen so richtig schepperte. In Frankfurt, beim FC Schalke 04 und Dynamo Dresden rechnete man regelmäßig damit, dass Leute am Rednerpult verbal austeilen und später von giftigen Oppositionellen weggeprügelt werden.

Dass, was sich beim FC Bayern abspielte war aber vielleicht deshalb ein Novum, da es nicht um "Sonnenkönige" ging, die aus Sicht der Fans den Verein finanziell zu Grunde richten. Und wenn sich der Rekordmeister derzeit in einer kleinen Krise befindet, so ist man doch auf dem besten Wege an die sportlichen Erfolge vorheriger Jahre anzuknüpfen. Zum ersten Mal erlebte die Bundesliga eine Hauptversammlung, deren Rahmen genutzt wurde, um eine öffentliche Diskussion um den "modernen Fussball" und dessen Auswirkungen auf die Fankultur anzustoßen.

Dabei sollte den Fans die Wutrede des Herrn Hoeness Mut machen. Denn offensichtlich ist es ihm als einer der drei wichtigsten Repräsentanten des Vereins nicht vollkommen egal, was die Leute in der Südkurve denken. Oder wäre es nicht ein einfaches für ihn gewesen, die Protestredner mit einer sachlich, kühlen Aussage abzuspeisen?!Die Medien hätten wohl kaum Notiz von den vereinzelten "Störenfrieden" genommen.

Hier gibt es die Wutrede von Uli Hoeness als Audio-Version. Wer die angeschwollene Halsschlagader des Würstchen-Fabrikanten dazu haben möchte, kann in der Video-Bar nachschauen.

Dienstag, 13. November 2007

Kinder, Kinder


Teil 2 ist hier zu finden.

Donnerstag, 8. November 2007

Entspannte Polizei

Das habe ich gerade beim sinnlosen surfen durchs world wide web gefunden,

http://supportertour.wordpress.com/2007/08/28/bieroffner/

Dass der Betreiber des Blogs verdammt recht hat und das Vorgehen der Polizei in osteuropäischen Ländern nicht mit dem der hiesigen Ordnungskräfte zu vergleichen ist, kann man nachfolgend sehen,

Mittwoch, 7. November 2007

Top ten der Woche

Wer, um Himmels Willen kommt auf die Idee solche Gruppen im studivz zu gründen?

1. Werder und der VfL

60 Mitglieder

Beschreibung: Eine Fanfreundschaft, die längst überfällig ist! Für Bremer, Gladbacher und Sympathisanten aller Art.


2. 1. FC Werder Hennes

4 Mitglieder

Beschreibung: Fanclub zwischen dem 1.FC Köln und des SV Werder Bremen.


3. 1. Offizieller FC Köln-Werder Bremen Fanverbindungsclub 06 e.V.

47 Mitglieder

Beschreibung: keine


4. Elko Werder Security

1 Mitglied

Beschreibung:
Für alle die bei Elko arbeiten!


5. KSC und SV-Werder..eine geheime Freundschaft

30 Mitglieder

Beschreibung: Herbstmeister....in Liga 1 und 2. Ähnliche Fussballphilosophie....Ovales Stadion....Es ist alles gesagt!!!!!


6. Für Fanfreundschaft Werder- Bochum, Wer braucht schon den RWE??

4 Mitglieder

Beschreibung: Tief im Westen en en doch lieber nicht in Essen en en


7. Fanfreundschaft Mainz 05 und SV Werder Bremen

4 Mitglieder

Beschreibung: Offensivfußball und moderne Fußballphilosophie wird bei diesen Vereinen noch Großgeschrieben. Auf gute Zusammenarbeit


8. Wir sind ein VfB und ein Werder Fan und trotzdem beste Freunde !

2 Mitglieder

Beschreibung: "Wie jetzt ? Du bist VfB Fan und du...?"
"Ja genau, ich bin Werder-Fan!"
"Und beste Freunde sind wir..."
"Wie, DAS geht ?"
"Ja"


9. WERDER & die EINTRACHT, Leidensgenossen.

2 Mitglieder

Beschreibung: Wer die Bremenspiele verfolgt wird schon die eine oder andere Parallele feststellen ;o).


Und das Beste zum Schluss:

10. Norddeutscher Bund!!!! -HSV+Werder+H96-

12 Mitglieder

Beschreibung: Für alle Leute, die der Meinung sind die Nordclubs sollten die Bundesliga dominieren!!!!!Also Bremer, Hamburger, Paulianer, 96er vereinigt euch!!!!Traditionslose Wolfsburger sind unerwünscht!!!

Stinksauer

Es gibt bestimmt tausende schlechter Analysen über die typischen Verhaltensweisen von Fussball-Fans. Da bin ich wirklich froh, dass ich ein dermaßen einfach gestrickter Fan bin. Nach normalen Niederlagen, die nicht unmittelbar ein Ausscheiden aus einem Pokal oder verpatzte Meisterschaften zur Folge haben, braucht es eine Nacht, bis ich wieder lächelnd durch die Welt laufe. Kommt dann allerdings ein Resultat wie gestern dazwischen, äußert sich das meist darin, dass ich schon übelst gelaunt aufwache und einen weiteren Tag ungenießbar bin.

Und das aus gutem Grund. Denn als wäre es nicht schon schlimm genug, dass wir gegen die Unsympathen von Lazio verloren haben, konnte ich mich aus beruflichen Gründen nicht live vor Ort aufregen, habe ich bei betandwin mein letztes Guthaben in einer 10 Euro-Systemwette mit Werder verprasst und fliege zum Spiel um die „goldene Ananas“ nach Piräus.

Glaubt mir, ich bin wirklich stinksauer. Aber bis zum Spiel am Samstag ist das wieder weg, versprochen!

Freitag, 2. November 2007

Sonderzug

Manchmal verlasse ich das gewohnte grün-weiße Terrain und widme mich auch anderen Vereinen. Dies tue ich, da sich einige meiner Freunde bei Zeiten aufopfern und mit mir zu Werder fahren.

Auf diese Art und Weise kann ich dann ab und zu etwas zurückgeben und begleite die Jungs wiederum zu den Spielen ihrer Vereine. Ich würde das bei so ziemlich jedem Club mitmachen, um mal einen Einblick von deren Fankultur und –struktur zu erhalten. Manchmal aber auch, um einfach Spaß zu haben.

Dieses Mal führte mich mein Weg mit dem FC Köln nach Osnabrück. Bei zweieinhalb Stunden Sonderzugtour für 23,- Euro inklusive Eintrittskarte schien mir das die geeignete Feiertagbeschäftigung zu sein. Begleitet von einer privaten Security-Staffel und einer überschaubaren Anzahl an Polizisten ging es um 16.15 in Köln Hauptbahnhof los. Gekonnter Ellenbogen-Einsatz beim Einsteigen verhalf uns zu einem schmucken Vierer in einem der Wagons, die den deftigen Geruch der 80er Jahre mit sich trugen und dazu einluden, die nächsten zweieinhalb Stunden mit Dosenbier und Zigaretten in der Anonymität eines Sonderzuges zu verbringen.

So war es beschlossen und eigentlich auch vorhersehbar, dass der Promillespiegel aller Mitfahrer, sofern nicht eh schon vorhanden, unverzüglich in die Höhe schnellte. Gesanglich wurde in unserem Abschnitt nicht viel geboten, was aber von Wagen zu Wagen und unter Berücksichtigung der Zusammensetzung der Mitreisenden variierte. Seine Mitfahrer lernte man vor allem beim Toilettenbesuch kennen. Auf den Fluren vor den Klos staute sich vermutlich von Leverkusen an eine Masse von Fans, was schlichtweg auf die zu geringe Anzahl an Örtlichkeiten zurückgeführt werden konnte.

Und da es sich um keine angenehme Angelegenheit handelt, wenn man nicht darf, wenn man muss, wurde das Kreativzentrum der Fans bezüglich einer Notfallplanung aktiv. Zunächst konnte man sich noch einigen, zu zweit das „Häuschen“ aufzusuchen, wo dann einer die Toilette und der andere das Waschbecken nutzte. Später dann wurden die leeren Kölschdosen wieder aufgefüllt und verschwanden anschließend durch gezielte Würfe in der nächtlichen Landschaft neben den Gleisen. Da dies jedoch einigermaßen umständlich erschien, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Zwischenräume so sehr mit Urin versehen waren, dass sich kleine Flüsse langsam ihren Weg in Richtung der Sitzplätze bahnten. In dieser Situation hatte dann auch der verwahrloste “Express“ noch eine sinnvolle Aufgabe beim Aufsaugen zu erledigen. Dass darauf geachtet wurde, dass das Mädchen von Seite 1 zu erkennen war, zeugt ganz nebenbei von einem Mangel an attraktiven Frauen im Zug. Was man in diesem Zusammenhang nur als sadistisch bezeichnen kann, ist die Tatsache, dass ein Sicherheitsmensch einen “Eckenpinkler“ dazu verdonnerte „seinen Anteil“ an den 58 Sorten Urin mit einem Taschentuch aufzuwischen. Ein Vorgang, bei dem mancher wohl lieber die Strafe gezahlt hätte.

Irgendwann kam man, nach einer Masse “guter Gespräche“ über die Tabellensituation des FC, das nervige Rumgezicke von Freundinnen und Geschichten über vergangene Tage, in Osnabrück an. Das Spiel an sich ist da eigentlich gar nicht der Erwähnung wert, da relativ schnell (genau genommen nach 8 Minuten) klar war, dass Köln nichts reißt. Bemerkenswert war schon eher, dass 90 Minuten dauerhaft und laut supportet wurde. Die beiden (!) Vorsänger machten dabei eine gute Figur und auch der Trommler verstand was von seinem Handwerk. Erst dem Abpfiff des Schiedsrichters ließ der rot-weiße Block ein eigenes Pfeifkonzert folgen und entließ die Versager mit Schmähungen in Richtung Kabinengang.

So stand die Rückfahrt an und es zeigte sich am Bahnhof, dass auch in Köln noch einiges an rechtem Potential herumläuft oder sich zumindest gut bemerkbar machen kann. So vertrieben sich Einige die Zeit mit „Juden, Juden Osnabrück“-Rufen. Das führte dazu, dass eben jene Leute wenig später zu Hauptdarstellern eines Polizeivideos avancierten. Die weitere Fahrt zurück in die Domstadt verlief dann doch recht unspektakulär, da alle ziemlich enttäuscht vom Auftritt des FC waren und lieber tranken oder Bifis in sich reinstopften als ein konstruktives Gespräch zu suchen.

Und wie Menschen das so gerne tun, kann man sich an dieser Stelle die Sinnfrage stellen. Was also kann man von solch einer Fahrt an Erkenntnissen mitnehmen? Vielleicht, dass Sonderzüge eine preiswerte und gemütliche Möglichkeit darstellen, um zum Fussball zu fahren? Richtig! Vielleicht, dass sich gerade auf solchen Touren immer wieder zeigt, dass Rechtsradikalismus im Fussball keine Randnotiz ist? Richtig! Vielleicht, dass ich meine freien Tage sinnvoller nutzen sollte? Ich weiß es nicht! Was ich aber weiß, ist dass drei Toiletten in einem Sonderzug eine logistische Fehlleistung darstellen.

Lieblingszitate

Irgend so ein Typ hat mir mal eine geniale Fussball-CD zusammengestellt. Track 25 ist ein Auszug aus dem Hörbuch zu Nick Hornbys "Feverpitch".

"Fussball hat zuviel für mich bedeutet und ich habe zuviele Sachen damit in Verbindung gebracht. Nach einer Weile geht das in deinem Kopf alles durcheinander. Es ist dir nicht klar, ob das Leben scheiße ist, weil Arsenal scheiße ist, oder andersrum."

Ich finde, das triffts irgendwie ganz gut!